metastadt


SA. 20.04.2013 14:00 Uhr: STADTFORSCHERTRAINING #02 mit Eva Reblin
17/04/2013, 09:38
Filed under: stadtforschertraining

Die Straße, die Dinge und die Zeichen – ein semiotischer Spaziergang entlang der Potsdamer Straße von und mit Eva Reblin

Was ist eine Straße? Sicher wird jetzt jede/r eine konkrete Straße vor Augen haben: die Straße der Kindheit, die Straße, in der die aktuelle Wohnung ist, die Straße, deren Adresse man auf Nachfragen als Wohnort angibt, die Straße der Eltern, der oder des Geliebten, poetische Straßen, imaginäre Straßen, die Straße der Lieblingskneipe oder eine Straße, wie sie in Kinderbüchern vorkommt. Diese Straßen bestehen aus Fahrbahnen und Gehwegen, vielleicht einer Bebauung am Rand, sie haben einen Anfang und/oder ein Ende, sie führen irgendwo hin, es gibt Abzweigungen, Wege, Randnutzungen und vieles mehr. Straßen, und das wird klar, sobald wir uns der Erinnerung hingeben, bestehen über ihre Funktion als „Bewegungsadern und Strukturelemente der Stadt“ hinaus noch aus wesentlich mehr. Aus teilweise sichtbaren, teilweise unsichtbaren Dingen oder Eigenschaften, aus Materiellem und Immateriellem wie Erinnerungen, Geschichte und Geschichten und aus Referenzsystemen, von denen Zeichen eines wären. Straßen sind Teile der Stadt, aber in ihnen bündelt sich kaleidoskopartig auch das Städtische im Allgemeinen.

In unserem Spaziergang in der Potsdamer Straße wollen wir vor allem die Dinge und die Zeichen der Straße betrachten und erkunden, was sie uns über diese Straße, das Viertel, die Stadt mitteilen, was wir in ihnen lesen können. Dabei interessieren wir uns für (fast) alles, für banale (?) Verkehrs- und Straßenschilder, für Gebäude, Läden und Menschen, für Street Art und Mauerrisse, für Geräusche, Gerüche und Farben.

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Dass jenes Straßenschild den Namen der Straße anzeigt, sehen und wissen wir. Wir wollen uns aber fragen, in welcher Weise es dies tut. Und ist dieses Haus eben nur ein Haus, in dem man wohnt oder arbeitet? Oder finden wir in ihm nicht eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Bedeutungs(ge)schichten? Wann werden die Straßendinge zu Zeichen? Können wir unterschiedliche Arten dieser Ding-Zeichen unterscheiden? Und wenn wir Kenntnis über das Vorhandensein und die Beschaffenheit von Zeichen erlangt haben, wie können wir diese auslesen? Kann eine bestimmte Nutzung oder Nicht-Nutzung ebenfalls ein Zeichen sein? Einige Grundbegriffe der Semiotik, der Wissenschaft von den Zeichen, sollen uns hier helfen, nach Antworten zu suchen.

Wir werden uns, ausgehend vom Hof des ehemaligen Tagesspiegel-Gebäudes, in einigen Abschnitten auf der Potsdamer Straße bewegen, die ein Abschnitt der Bundesstraße 1, einer der wichtigsten Radialen Berlins ist. Sie führt vom U-Bahnhof Kleistpark in Schöneberg bis zum Potsdamer Platz und auf Grund der Lage und Länge durch viele urbane Sphären. Im Spazierengehen wollen wir nicht nur die Einzeldinge, sondern vielleicht auch „Bedeutungsreihen“ erschließen, dabei aber das Untypische, die Widersprüche nicht übersehen. Zum Abschluss des Rundgangs übt sich jede/r, nach einer nur formbezogenen Vorgabe, individuell oder in einer kleinen Gruppe, darin, ein oder mehrere Zeichen zu suchen bzw. zu erfinden, zu bestimmen und über sie nachzudenken. „Die Hauptsache ist die Anhäufung von Lektüren der Stadt“, ein Satz von Roland Barthes, könnte unser Motto für diesen Zeichenspaziergang sein.

Treffpunkt und Uhrzeit: 20.4.2013 um 14:00 im Hof des ehemaligen Tagesspiegel-Gebäudes in der Potsdamer Straße 77-87 (zwischen Pohl- und Lützowstraße; U Kurfürstenstraße). Dauer ca. 2 Stunden.

Wir gehen pünktlich los. Im Anschluss ist eine Einkehr in ein ortsnahes Café geplant. Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden geben könnte. Der Spaziergang ist barrierefrei.

Wer sich vorab informieren möchte, findet hier den Link zu Eva Reblins Dissertation “Die Straße, die Dinge und die Zeichen” und hier eine Rezension.

Das Stadtforschertraining findet zweimonatlich, i.d.R. jeweils am 3. Samstag statt. Der nächste Termin ist ein Soundwalk und findet am 15. Juni in Erlangen statt. Der Termin im August wird frühzeitig bekanntgegeben.

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SA. 16.02.2013 13:30 Uhr: STADTFORSCHERTRAINING mit Sebastian Strombach
13/02/2013, 09:18
Filed under: stadtforschertraining

Am Samstag veranstalten Andrea Respondek und Karsten Michael Drohsel ihr erstes gemeinsames Stadtforschertraining, das in der Folge regelmäßig stattfinden soll. Für den ersten Termin konnte Sebastian Strombach gewonnen werden, der seinen Spaziergang „Auf der Schwelle von Benjamin“ vorstellen wird. Sebastian hatte den Spaziergang zum Metastadt Spaziergangswettbewerb 2011 eingereicht und schon damals Begeisterung für seine Herangehensweise und seine Darstellung ausgelöst. Ihr seid herzlich eingeladen diesen Spaziergang zu begleiten und rund um die Yorkbrücken, Kurfürstenstraße und den Tiergarten auf den Spuren Walter Benjamins unterwegs sein.

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Wer sich gerne vorbilden möchte, dem seien Benjamins Buch „Berliner Kindheit um 1900“ oder ein Besuch in der Stadtklause am Anhalter Bahnhof empfohlen.

„Auf der Schwelle von Benjamin“

ein Spaziergang auf Walter Benjamins Spuren von und mit Sebastian Strombach

Treffpunkt: Yorkstraße, Eingang in den Park am Gleisdreieck (zwischen den Yorkbrücken; Nähe Bahnhof U7 / S2)

Veranstalter: Andrea Respondek und Karsten Michael Drohsel; Infos unter http://www.metastadt.wordpress.com

Die Spaziergänge beginnen pünktlich! Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden geben könnte. Am Ende der Trainings ist jeweils eine Einkehr geplant, um das erlebte zu reflektieren.

Weitere Termine: zweimonatlich, i.d.R. jeweils der 3. Samstag. Nächster Termin ist am Sa. 20. April der Termin im Juni wird frühzeitig bekanntgegeben.



ANKÜNDIGUNG NEUES FORMAT: STADTFORSCHERTRAINING
13/02/2013, 09:05
Filed under: stadtforschertraining

Die Stadt hat viel zu erzählen. Sie zeigt uns Spuren, die wir finden und lesen können müssen, um sie zu verstehen. Die Neugierde treibt uns hinein, in den Kosmos der Räume und Orte. Geräusche, ein schöner Mauerdurchbruch, ein Hauseingang, eine streunende Katze, Futschi für 1€, ein beiläufiges Denkmal, Zeichen an Wänden und auf dem Boden sind die Wegmarken, die uns locken, uns den Weg vorgeben.

Gemeinsam wollen wir lernen diese Zeichen zu lesen und zu deuten. Wir wollen hinter die Codes der Stadt schauen und ein neues Format ausprobieren, das wir „Stadtforschertraining“ genannt haben. Wir, das sind Andrea Respondek und Karsten Michael Drohsel, haben uns zusammen getan, um gemeinsam mit interessanten Leuten die wir einladen, auszuschreiten und an jedem dritten Samstag im Monat mit einem bestimmten Blick oder unter einem Thema, Schlagwort usf. unterwegs zu sein.

Wir haben keine vorgefertigte Vorstellung und bieten auch keinen klassischen Stadtrundgang, zu dem jemand was erzählt und alle hinterherlaufen; vielmehr wollen wir uns selbst überraschen lassen, wie die Spaziergänge verlaufen, auf welche Ideen wir gemeinsam kommen – laufende Stadtforschung eben!

Wir laden alle Interessierten herzlich ein, mit uns durch die Stadt zu mäandern und uns gegenseitig etwas zu erzählen oder beizubringen. Gespräche mit den Menschen, die uns begegnen, Anregungen von Gästen die uns begleiten, Themen, die uns Orte vorgeben die wir passieren und schließlich auch die Kenntnisse der Mitgehenden runden die Stadtforschertrainings ab.

Die Spaziergänge beginnen pünktlich! Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos. Jedoch wäre es schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Vortragenden oder Vermittelnden geben könnte. Am Ende der Trainings ist jeweils eine Einkehr geplant, um das erlebte zu reflektieren.

Termine: Sa. 16. Februar, Sa. 16. März und Sa. 20. April



Ein semiotischer Spaziergang entlang der Potsdamer Straße
16/10/2012, 17:51
Filed under: herumstreifen, stadtforschertraining

Mit einem Spaziergang für Erstsemester des ISR – Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin heißt Metastadt die angehenden Stadtplanerinnen und Stadtplaner willkommen. Was mittlerweile schon eine kleine Tradition geworden ist wird dieses Jahr mit einem ganz besonderen Spaziergang fortgesetzt:

Die Straße, die Dinge und die Zeichen

ein Spaziergang entlang der Potsdamer Straße von und mit Karsten Michael Drohsel und Eva Reblin

Zeichen-Universum Potsdamer Straße, Foto: Eva Reblin

Was ist eine Straße? Sicher wird jetzt jede/r eine konkrete Straße vor Augen haben: die Straße der Kindheit, die Straße, in der die aktuelle Wohnung ist, die Straße, deren Adresse man auf Nachfragen als Wohnort angibt, die Straße der Eltern, der oder des Geliebten, poetische Straßen, imaginäre Straßen, die Straße der Lieblingskneipe oder eine Straße, wie sie in Kinderbüchern vorkommt. Diese Straßen bestehen aus Fahrbahnen und Gehwegen, vielleicht einer Bebauung am Rand, sie haben einen Anfang und/oder ein Ende, sie führen irgendwo hin, es gibt Abzweigungen, Wege, Randnutzungen und vieles mehr. Straßen sind linear geformte Räume in der Stadt, Verkehrswege, Ansammlungen von Dingen …

Straßen, und das wird klar, sobald wir uns der Erinnerung hingeben, bestehen über ihre Funktion als „Bewegungsadern und Strukturelemente der Stadt“ hinaus noch aus wesentlich mehr. Aus teilweise sichtbaren, teilweise unsichtbaren Dingen oder Eigenschaften, aus Materiellem und Immateriellem wie Erinnerungen, Geschichte und Geschichten und aus Referenzsystemen, von denen Zeichen eines wären.

Willkommen also in der komplexen Welt eines Ortes, der oberflächlich als Straße zusammengefasst und definiert wird. Willkommen in der konkreten Straße, der Potsdamer Straße in Berlin, die Eva Reblin in ihrer Dissertation „Die Straße, die Dinge und die Zeichen“ auf  ihren zeichenhaften, ihren „semiotischen“ Gehalt hin untersucht hat.

In unserem Spaziergang in der Potsdamer Straße wollen wir vor allem die Dinge und die Zeichen der Straße betrachten und erkunden, was sie uns über diese Straße, das Viertel, die Stadt mitteilen, was wir in ihnen lesen können. Dabei interessieren wir uns für (fast) alles, für banale (?) Verkehrs- und Straßenschilder, für Gebäude, Läden und Menschen, für Street Art und Mauerrisse, für Geräusche, Gerüche und Farben.

Dass jenes Straßenschild den Namen der Straße anzeigt, sehen und wissen wir. Wir wollen uns aber fragen, in welcher Weise es dies tut. Und ist dieses Haus eben nur ein Haus, in dem man wohnt oder arbeitet? Oder finden wir in ihm nicht eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Bedeutungs(ge)schichten? Wann werden die Straßendinge zu Zeichen? Können wir unterschiedliche Arten dieser Ding-Zeichen unterscheiden? Und wenn wir Kenntnis über das Vorhandensein und die Beschaffenheit von Zeichen erlangt haben, wie können wir diese im Sinne unserer Disziplin der Stadtplanung auslesen? Was sagt uns die Qualität und die Quantität von Zeichen, z. B. der Street Art oder der Dichte eines bestimmen Schrifttyps über die Frequenz und Nutzung des Stadtteils oder Kiezes? Kann eine bestimmte Nutzung oder Nicht-Nutzung ebenfalls ein Zeichen sein? Einige Grundbegriffe der Semiotik, der Wissenschaft von den Zeichen, sollen uns hier helfen, nach Antworten zu suchen.

Wir werden uns, ausgehend vom U-Bahnhof „Kurfürstenstraße“, in einigen Abschnitten auf der Potsdamer Straße bewegen, die ein Abschnitt der Bundesstraße 1, einer der wichtigsten Radialen Berlins ist. Sie führt vom U-Bahnhof Kleistpark in Schöneberg bis zum Potsdamer Platz und auf Grund der Lage und Länge durch viele urbane Sphären. Im Spazierengehen wollen wir nicht nur die Einzeldinge, sondern vielleicht auch „Bedeutungsreihen“ erschließen, dabei aber das Untypische, die Widersprüche nicht übersehen. „Die Hauptsache ist die Anhäufung von Lektüren der Stadt“, ein Satz von Roland Barthes, könnte unser Motto für diesen Zeichenspaziergang sein.

Der Spaziergang richtet sich primär an (Erstsemester)Studierende des ISR, in Ausnahmefällen können aber auch Gäste teilnehmen. Bitte nehmt hierfür Kontakt mit uns auf, wir melden uns dann bei euch und geben euch den Treffpunkt durch. (stadtstadtstadt web de – Leerzeichen1=at; Leerzeichen zwei=Punkt)

Wer sich über Eva Reblins Buch „Die Straße, die Dinge und die Zeichen“ informieren möchte kann das hier oder hier tun.



ick schpresch nord-neukölln! stadtspaziergang am 21. oktober
08/10/2011, 17:38
Filed under: stadtforschertraining

sensorische stadtforschung

nord-neukölln ist wohl der der sich am rasantesten verändernde stadtteil von berlin. noch vor kurzer zeit im negativsten licht der nationalen und regionalen wahrnehmung, jetzt angesagtester szenebezirk mit einer ungahnten dichte an temporären galerien und clubs, soya-milch-eis-bars, diy-läden und brezelmanufakturen. hier finden sich zeitgleich zeichen der ehemals den bezirk dominierenden bevölkerung, sowie der neu zugezogenen kreativ-szene. aber auch zeichen des nahenden umbruchs sind zu sehen: erste blöcke sind saniert, die mieten steigen und der protest dagegen beginnt.

 

kontakte mit anreinern und viele gespräche mit menschen auf der straße zeichnen ein eindeutiges bild – es droht ein konflikt, hervorgerufen durch veränderte wohn- und nutzungsgefüge und die dadurch beförderte aufwertung und verteuerung des wohnraums, sowie schlussendlich durch die einhergehenden verdrängungsprozesse.

was bedeuten solche prozesse für die planung, wie sie an einem institut für stadt- und regionalplanung gelehrt wird, welche ziele kann eine planung in einem solchen gebiet mit den vorliegenden konflikten haben, welche mittel werden eingesetzt, wer wird dem anderen gegenüber in vorteil gebracht, wie wird dies begründet und wer profitiert davon?

bevor es möglich ist auf diese fragen antworten zu finden und später in einer beruflichen funktion vielleicht auch entscheidungen treffen zu können, beginnen wir getreu der auffordernden frage robert e. parks: „vas you there cholly?“ mit der vor-ort-analyse des stadtraums. auf dem spaziergang lernen wir methoden und werkzeuge kennen, wie ein stadtteil begangen werden kann. wir versuchen unterwegs ein nord-neukölln-relevantes thema zu ermitteln und fertigen kognitive karten (cognitive maps) an, um unsere eindrücke zu verorten.

der spaziergang wird durchgeführt von karsten michael drohsel und richtet sich primär an die erstsemesterstudierenden der stadt- und regionalplanung am isr der tu berlin. einige wenige interessierte externe können jedoch ebenfalls teilnehmen. eine anmeldung könnt ihr über mail an stadtstadtstadt bei web de senden.

es wird bei jedem wetter jemand am treffpunkt sein, sodass der spaziergang stattfinden kann, sofern interesse ist. für die kognitiven karten benötigen wir nach möglichkeit a3 kopierpapier, mehrfarbige stifte, wenn möglich eine digitalkamera oder kamera-handy, diktiergerät oder smartphone mit aufnahmefunktion (letztere sind aber nicht notwendig, der spaziergang funktioniert auch ohne medienunterstützung).

im anschluss an den spaziergang kehren wir gemeinsam in ein caffee auf dem weg zu u-bahn ein, um die erlebnisse zu reflektieren und fragen zu beantworten.

21. oktober 2011,  ab treffpunkt hermannplatz alle infos über die angegebene mailadresse.



listen to the streets – ein soundwalk rund um den campus der tu berlin
04/06/2011, 16:26
Filed under: stadtforschertraining

zum diesjährigen planerInnentreffen an der tu berlin lud karsten michael drohsel zu einem klangspaziergang um den campus ernst-reuter-platz ein. schwerpunkt war die frage nach den auditiven qualitäten des stadtraums, die sensibilisierung für verschiedene klangquellen zu unterschiedlichen zeiten und der spielerische umgang damit. ziel war es einen ort auf seine spezifischen klänge zu untersuchen und eine partitur zu entwickeln, um diese in eine komposition zu bringen. aus der ankündigung:

wir bringen die stadt zum klingen! auf einem spaziergang kommen wir an verschiedenen orten vorbei, die wir auf ihren spezifischen klang untersuchen und diesen als basis für ein musikstück nehmen können; das heißt, wir reagieren auf akustische stadtraumsituationen und geräuschbilder mit unserer eigenen interpretation. dazu benutzen wir den körper als klangquelle und nutzen darüber hinaus das, was wir vorfinden, um rhythmus, melodie und undefinierbares herzustellen. mit straßenschildern, an fassaden, auf mülltonnen, in tunnels oder mit herumstehenden einkaufswägen können tolle klänge erzeugt werden, sie müssen den „instrumenten“ nur entlockt werden.

teilt eure begeisterung! die stücke werden live gespielt und digital aufgenommen. im anschluss können diese, wenn ihr ein smartphone besitzt, über audio-boo (ein programm, das sounds geolokalisiert in einer landkarte abspeichert) ins internet gestreamt werden bzw. anderweitig weiterverarbeitet werden.

es bildeten sich schlussendlich drei teams, die jeweils einen eigenen ansatz verfolgten und aus diesem eine partitur erstellten. hier sind ein paar beispiele zu sehen. nur zu, ihr könnt ja den ernst-reuter-platz mal besuchen und die partituren ablaufen oder auch neue aufspüren:

  

ein klangbeispiel gibt es hier zu hören, infos über den pit hier, pit berlin findet ihr hier und das programm hier



stadtforschertraining #01
08/12/2010, 14:34
Filed under: stadtforschertraining

karsten michael drohsel (metastadt) und marc latapie laden am 26. märz 2011 herzlich zum ersten stadtforschertraining ein. wir wollen uns auf einem psychogeografischen spaziergang durch einen teil der stadt bewegen und uns im anschluss über unsere feststellungen und bemerkungen austauschen. wir arbeiten mit hochdruck an der realisierung eines jahresprogramms zum thema „limits“. sobald der genaue ort und die zeit feststehen werden diese hier gepostet.