metastadt


Herzliche Einladung zum Spaziergangswochenende und Urbanofilm zu “Gehen in der Stadt” am 19./20. Juli

Liebe Freunde und Bekannte, liebe Spaziergangsbegeisterte,

das noch junge Berliner Spaziergangslabel mikromakrowelt (Andrea Respondek und Karsten Michael Drohsel) veranstaltet am 19. und 20. Juli zusammen mit Aline Löw ein Spaziergangswochenende. An diesem Wochenende werden geführte Spaziergangstouren durch Berlin, die zuvor bei den bisherigen drei Spaziergangswettbewerben von metastadt prämiert wurden, und in Kooperation mit Urbanophil ein Filmabend zum „Gehen in der Stadt“, angeboten.

Andrea Respondek, Karsten Michael Drohsel und Aline Löw beschäftigen sich schon lange mit dem Thema Raumwahrnehmung und – damit eng im Zusammenhang stehend – der Spaziergangswissenschaft (auch Promenadologie), die insbesondere von Lucius Burckhardt begründet und geprägt wurde. Ein Spaziergang dient hierbei als Instrument, Raumeindrücke und -bezüge, die in der alltäglichen Routine nicht mehr wahrgenommen werden, wieder bewusst zu erfassen, zu deuten und zu verstehen. Mit dem Spaziergangswochenende soll diese Möglichkeit zur Stadterfahrung einem größeren Publikum zugänglich machen. Darüber hinaus sollen Spaziergangsbegeisterte die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Gespräch über Sichtweisen und Projekte haben.

Wir würden uns deshalb sehr freuen, wenn Ihr an dem einen oder anderen Spaziergang teilzunehmen oder am Filmabend zur Vorführung und einem anschließenden Gespräch vorbeizukommen würdet. Tagesaktuelle Informationen, Treffpunkte und Zeiten entnehmt Ihr bitte unsrerer Webseite unter www.mikromakrowelt.de

Falls ihr uns mit einem Veranstaltungshinweis auf Eurem Blog bzw. mit einem Post über Eure Verteilerliste unterstützen würdet, wäre das großartig!

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Einladung zum Janes Walk “Welche Farbe hat die Schöneberger Insel?” Sa. 04. Mai

Das Spaziergangslabel “mikromakrowelt” läd euch herzlich zum zum diesjährigen Jane`s Walk am kommenden Samstag den 4. Mai ein. Thema ist dieses mal Welche Farbe hat die Schöneberger Insel?”

Gemeinsam sollen Fragen wie: Können Kieze Farben haben? Und wenn ja, wie materialisieren sie sich? Welche Farbe hat ein Kiez, wenn wir die visuellen Eindrücke außer Acht lassen und uns auf die gehörte, gerochene oder gefühlte Farbe konzentrieren? Lassen sich Stadträume farblich verstehen und folglich auch farblich darstellen? Welche Funktionen übernehmen Farben dann und wie wirken diese Farben, wenn wir die visuellen Eindrücke mit den empfundenen Farben in Relation setzen? Bekommen Farben an Gebäuden, die Farbe der Infrastrukturen und Verkehrsmittel, farbig beleuchtete Häuser und Plätze eine neue Bedeutung? Werden wir durch Farben beeinflusst?

die farben oranienburgs

“Das Buch „Welche Farbe hat Berlin“ von David Wagner hat uns inspiriert unsere Stadtwahrnehmung auf die Frage nach der Farbigkeit der Stadt zu fokussieren. Diese Inspiration wollen wir auf dem Spaziergang mit euch teilen.

Treffpunkt und Uhrzeit: 04.05.2013 um 14:00 am nördlichen Brückengeländer der Julius-Leber-Brücke, nahe der Eisdiele. Der Spaziergang soll pünktlich beginnen, deshalb bitte auch pünktlich erscheinen. Dauer ca. 3 Stunden. Am Ende des Spaziergangs ist eine Einkehr geplant, um das erlebte zu reflektieren.

Die Teilnahme erfolgt auf eigenes Risiko und ist kostenlos, es wäre jedoch schön, wenn jede teilnehmende Person ein Spende für die Materialien geben könnte.

Alle weiteren Informationen findet Ihr unter www.mikromakrowelt.de und www.janeswalk.net



urban view – Abschlussveranstaltung zum Forschungsprojekt “Umwege und Unorte”
08/10/2012, 08:52
Filed under: stadtforschung

“Flanieren ist Programm!” unter dieser Losung wurde von Tina Saum und Daniela Metz (die flanerie) aus Stuttgart ein Projekt initiiert, das sich im Bereich der “Artistic Research” verortet. Das bedeutet, dass Wissenschaftler und Künstler aus unterschiedlichen Disziplinen innert eines selbst erschaffenen temporären und mobilen flanerie-labors die umwege & unorte Stuttgarts erkundet haben und in dieser Konstellation ausprobiert haben, inwiefern das Flanieren als Arbeitsmethode in Verwaltung, Kunst und Wissenschaft verwendet werden kann.

Nachdem sechs Wochen lang flaniert, visioniert, entwickelt und experimentiert wurde, sollen ab Mittwoch kommender Woche (10.-14. Oktober 2012) die entstandenen Arbeiten und erste Erkenntnisse in einer interaktiven Werkschau im Stadtlabor Stuttgart aus- und vorgestellt werden. Gemeinsam soll ein Resümee über die Arbeitsweise, die Methode und die Vorgehensweise erarbeitet werden, das zum einen das Ende des ersten und gleichzeitig den Beginn des zweiten Zyklus markieren soll.

urban viewÖffentliche Werkschau zum Abschluss des flanerie-labors 10.-14. Oktober 2012, Stadtlabor Stuttgart

Claus Bauman, Anja Dauschek und Karsten Michael Drohsel begleiteten den gesamten Prozess und beobachteten als gop – groupe observateur provokativ den Arbeitsprozess. Zum Auftakt der urban view-Woche bitten sie nun in eine Arena zur Live-Auswertung der im Modellprojekt umwege & unorte gesammelten Materialien und Erkenntnisse. Mit Reflexion, Diskussion und Neuverortung eindeutig mehr als nur ein Einblick in die Arbeit der Flaneure!

Arena-Live-Auswertung: Mittwoch, 10.10.2012 / 19 Uhr im Stadtlabor Stuttgart / Kriegsbergstraße 30 / 70174 Stuttgart

Zudem finden Freitag, 12.10.2012 & Samstag, 13.10.2012 mehrere Audio-Walks des Belgrader Literaten Simon Maric und der Stuttgarter Flaneurin Tina Saum statt,  die eine Gruppe junger, blinder Menschen der Stuttgarter Nikolauspflege sie auf ihren alltäglichen Wegen durch Stuttgart begleiteten. Startzeitpunkt: Im Zeitraum von jeweils 11 bis 19 Uhr selbst auswählbar, Start- und Endpunkt: Stadtlabor Stuttgart / Kriegsbergstraße 30 / 70174 Stuttgart

Weitere Informationen unter: www.dieflanerie.wordpress.com/umwegeunorte

umwege & unorte. flanerie-forschungsreihe # 1 mit den Flaneuren: Dr. Claus Baumann, Philosophiedozent Universität Stuttgart und Duale Hochschule Stuttgart, Moritz Bellers, Dipl. Ing. Landschafts- und Freiraumplanung, wissenschaftlicher Mitarbeiter Institut für Landschaftsplanung und Ökologie / Universität Stuttgart, Dr. Anja Dauschek, Soziologin, Leiterin Planungsstab Stadtmuseum Stuttgart, Karsten Michael Drohsel, Diplomand der Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin, Co-Gründer der Mobilen Universität Berlin, Frank Gwildis, Amt für Stadtplanung und Stadterneuerung Stuttgart, Susanne Kudielka & Kaspar Wimberley, Künstler, treacle theatre und Arttours, Simon Maric, Literat und Musiker, Mitglied der Goethe-Guerillas aus Belgrad, Tina Saum, Flaneur und Forscherin, Sylvia Winkler & Stephan Köperl, Künstler, Kurt Laurenz Theinert, Fotograf, Lichtperformer.

Ein Projekt der flanerie. labor für gedanken & gänge, mit freundlicher Unterstützung: Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart, Baden-Württemberg Stiftung, Stadtmuseum Stuttgart, Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, Serbisches Akademikernetzwerk – Nikola Tesla e.V., Drama Köln, Goethe-Guerilla Belgrad, Goethe Institut, Bürgerstiftung Stuttgart, WIR SIND BABEL und urbanophil.

 

 

 



Vertraute Fremdkörper: Spaziergang zu den Ursprüngen der Flanerie
22/05/2012, 06:45
Filed under: stadtforschung

Nach dem großen Erfolg der Citizen Art Days im März findet morgen im Rahmen des 12. Bundeskongress Politische Bildung auf dem Alexanderplatz ein Citizen Art Days Spot zu kooperativen Kunststrategien und Beteiligungspotentiale im öffentlichen Raum statt. Neben mehreren Earth Foren und interessanten Workshops bietet Karsten Michael Drohsel einen Spaziergang in zwei öffentlichen Räumen an: dem privatisierten öffentlichen Raum Alexanderplatz und dem öffentlichen Privatraum einer Shopping Mall. Gemeinsam soll herausgefunden werden, wo in beiden Räumen die Gemeinsamkeiten liegen, wie sich die beiden Räume aneinander angleichen, also wie viel öffentlicher Raum ist in einer Shopping Mall, wieviel privater im öffentlichen Raum.

Vertraute Fremdkörper

Shopping Center, das neuzeitliche Pendant zu den historischen Passagen, sind Gebäude, die städtische Funktionen simulieren, verdichten und in Frage stellen. Sie sind primär ausgerichtet auf den Tausch von Geld gegen Dienstleistungen und Waren und darüber hinaus doch viel mehr. Z.B. entzündet sich an der begrenzten Zugänglichkeit für bestimmte Personengruppen und der permanenten Überwachung durch Sicherheitstechnik und –Personal immer wieder die Diskussion über die (Be-)Deutung des öffentlichen Raums und die verschiedenen Zugriffe durch Privatisierungsbestrebungen.

In Berlin, um den Alexanderplatz herum, sind in den letzten Jahren mehrere Shopping Malls, Arkaden und Passagen entstanden. Sie besetzen den Raum sichtlich, grenzen sich deutlich gegenüber den umliegenden Nutzungen ab und schaffen im Inneren eine künstliche Welt, die in der Regel nur von denen betreten wird, die ein entsprechendes Konsum-Anliegen haben.

Hawaiianische Wochen oder freiwillige Selbstkontrolle?

Auf einem Spaziergang im Rahmen der Citizen Art Days wollen wir auf den Spuren der Flanerie nach zum Beispiel Walter Benjamin oder Franz Hessel gemeinsam in diese funktionale Service-Welt eintauchen und ohne direktes Anliegen an das Angebot den „öffentlichen Raum“ der Shopping Mall „Alexa“ erkunden. Zentrale Fragen sollen sein: Welchen Raum finden wir vor? Wie wirkt das Angebot an Raum und Funktion auf uns, wenn wir nichts kaufen oder konsumieren wollen, also nicht teilnehmen an der intendierten Funktion des Gebäudes und seiner Bespielung? Was werden wir entdecken? Wem werden wir begegnen? Wie werden wir uns fühlen?

Am Ende soll ein kurzer Austausch über die persönlichen Erlebnisse und Empfindungen stattfinden.

Buchempfehlungen zur Vorbereitung:
Franz Hessel: Spazieren in Berlin; Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2011; Gebunden, 240 Seiten, 19,90 EUR
Albrecht Selge: Wach; Rowohlt Verlag, Berlin 2011; Gebunden, 252 Seiten, 19,95 EUR
Aldo Legnaro und Almut Birenheide: Stätten der späten Moderne - Reiseführer durch Bahnhöfe, Shopping Malls, 
Disneyland Paris; VS Verlag der Sozialwissenschaften; Wiesbaden 2005; Broschiert, 304 S., 49,95 EUR

Die Citizen Art Days sind ein Projekt von “Parallele Welten” (Stefan Krüskemper, María Linares und Kerstin Polzin) und werden gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb. Alle Infos findet ihr auf dieser Webseite, die Programmübersicht ist hier zu finden.

Zeit: 23. Mai 2012, 9.30–15 Uhr
Ort: Alexanderplatz
Teilnahme: kostenlos, Anmeldung unter diesem Link erforderlich
In der Mittagspause gibt es Suppe vom “Schwarzarbeiter”.

Nimm Dir Zeit!
Nimm teil!



der sarrazin-test – ein janes walk auf den spuren der bild zeitung
12/10/2010, 10:52
Filed under: stadtforschung

thilo sarrazin spricht in seinem buch „deutschland schafft sich ab“ einiges an, was vermutlich viele menschen in deutschland denken und führt seine belege an beispielen des stadtteils neukölln aus. dadurch ist neukölln wieder einmal im kreuzfeuer
der kritik und steht als bild für alles, was in der gesellschaft schiefgelaufen ist und aktuell noch schiefläuft. der vorläufige tiefpunkt der diskussion wurde mit dem „sarrazin-test“ der bild-zeitung erreicht, in dem der reporter marc fischer den stadtteil
einem subjektiven test auf grundlage einiger von sarrazin`s thesen unterzieht. dieser artikel zeigt ein bild von neukölln, das die thesen sarrazin`s nur sehr oberflächlich und unernst konterkarriert. dadurch wird dieses weiter geprägt und alles, was
den stadtteil bunt und lebendig macht zum nebenschauplatz degradiert. auch bleibt die chance, den bezirk, die stadt und zuletzt deutschland zu einem weltoffenen land der vielheiten zu gestalten, unbenannt. durch u.a. diesen artikel wird dieses
einseitige bild in der republik manifestiert und ein ganzer stadtteil, also ein teil unserer gesellschaft aufgegeben.

photo: kmd

der spaziergang, soll genau dieses gezeichnete bild untersuchen. gemeinsam wollen wir am 22. oktober nach neukölln gehen und den „sarrazin-test“ der bild-zeitung auf die probe stellen. wir wollen einen teil der genannten orte besuchen und
herausfinden, „Wie ist es da eigentlich? Kann man da noch hin, wenn man a) kein Moslem ist, b) nicht bewaffnet ist, c) sich nicht zum Drogenhändler ausbilden lassen will?“ vgl. marc fischer ‚neukölln im sarrazin-testʼ in bams v. 12.09.2010

der spaziergang wird durchgeführt von karsten michael drohsel und richtet sich primär an die erstsemesterstudierenden der stadt- und regionalplanung am isr der tu berlin. einige wenige interessierte externe können jedoch ebenfalls teilnehmen. eine anmeldung können sie über die kommentarfunktion zu diesem artikel vornehmen. schreiben sie uns einen satz zur motivation an diesem spaziergang teilzunehmen und vergessen sie nicht ihre mailadresse anzugeben, damit ich mich zurückmelden kann. die kommentare werden nicht veröffentlicht.

zur vorbereitung empfehle ich die lektüre des artikels „Neukölln im Sarrazin-Test“ von marc fischer, der unter bild.de zum download steht

wer mehr über die janes walks wissen möchte kann sich vorab unter www.janeswalk.net informieren. ich bringe noch ein paar ergänzende materialien mit.



gemeinsam dérivieren
07/10/2010, 14:49
Filed under: stadtforschung

yeah, urbanize!

einladung zu einem flaniergang durch berlins alte und neue mitten.

das stadtforschungsmagazin dérive aus wien feiert heuer sein 10-jähriges bestehen und gleichzeitig die ausgabe nummer 40. aus diesem anlass werden allerorten spaziergänge veranstaltet, die die stadt zum forschungsobjekt machen.

im rahmen des laboratoire dériveforschungsreisen international wollen wir durch die stadt mäandern. wir treffen uns samstag den 9. oktober 14h (s.t.) am bärenzwinger am märkischen museum. er befindet sich direkt im köllnischen park hinter dem märkischen museum (rungestraße/am köllnischen park). die anreise am besten mit dem öpnv entweder u-bahnhof märkisches museum (U2), s- und u-bahnhof jannowitzbrücke oder u-bahnhof heinrich-heine-str. (U8). die karte zum treffpunkt findet ihr auf google maps.

für das laboratoire dérive wurden spielregeln definiert, die hier nachgelesen werden können. wichtig ist jedoch dass material zur dokumentation von jede/r/m selbst mitgebracht werden sollte: foto- oder videokamera, papier, stifte, evtl. klemmbrett, stadtplan und was euch sonst so einfällt. das entstandene dokumentationsmaterial wird gesammelt und aufbereitet und schlussendlich an dérive geschickt. damit solltet ihr einverstanden sein.

der flaniergang erfolgt auf eigene gefahr und wird veranstaltet von metastadt einem projekt von stadtstadtstadt, kuratiert von karsten michael drohsel und werner pregler.

weitere infos auch auf der twitter-seite von stadtstadtstadt